History
Unsere Entstehungsgeschichte
1984/1985 haben wir (Andreas Thöne, Dirk Hansen und René Helmholz) regelmäßig in den Schulpausen an der Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar Disc-Golf gespielt. Wir haben uns natürliche Hindernisse, wie Laternen, Dachrinnen, Fußballtore, Bäume etc. als Ziele ausgesucht. Damals haben uns unsere Mitschüler gelinde gesagt " für bescheuert" gehalten. Man kannte ja damals gerade mal das Spiel mit der Frisbee-Scheibe, aber damit dann auch noch Golf spielen?
Nun ja, wie das so ist, hat man sich nach der Schulzeit leider aus den Augen verloren und das Disc-Golfen nicht weiter ernst genommen und verfolgt. 2001 war es dann aber wieder soweit. Bei einer Grill-Party im Sommer warfen wir uns mal wieder den Frisbee zu, und wir waren uns alle drei einig, das damals so beliebte Disc-Golf wieder mal zu spielen. Damit fing alles an und nahm seinen Lauf! Doch um richtig Disc-Golf spielen zu können, braucht man natürlich auch "gute" Scheiben. Aus damaliger Zeit waren uns natürlich die Original Frisbee-Scheiben der Fa. Wham-O sehr wohl bekannt. Doch wo bekommt man die Dinger? Im Zeitalter des Internets - kein Problem - so dachten wir. Also ging ich (Andreas Thöne) auf die Suche nach Anbietern von Disc-Golf-Scheiben. Es war aber weit und breit nichts zu finden, bis auf einen gewissen Hartmut Wahrmann. Dort rief ich kurzer Hand an, und bestellte je ein Einsteigerset bestehend aus drei Scheiben für uns drei Cracks. Wir waren ja schon ein wenig der Meinung, dass wir schon etwas besser spielen könnten, doch als wir die Disc-Golf-Scheiben von Hartmut bekamen, haben wir gedacht, der wolle uns "verscheissern". Die flogen ja wie "Backsteine", so meinten wir. Da rief ich doch sofort bei Hartmut an, um nachzufragen, ob das denn so richtig sei. Als der mir dann sagte, dass dies alles so ok ist, aber unsere Technik einfach noch nicht ausgereift ist, war ich immer noch skeptisch. Als ich dann aber Tage später im Internet heraus bekam, dass ich es da am Telefon mit dem zweifachen Weltmeister, mehrfachen Europameister und 35-fachen Deutschen Meister zu tun hatte, waren alle Zweifel beseitigt. Wenn der es nicht wusste, wer dann?
Wir schnappten uns unsere Scheiben, und steckten uns auf dem "Offenberg" zwischen Grebenstein und Hofgeismar ein 9er Pacours ab. Regelmäßig drehten wir dort unsere Runden und stellten fest, dass die von uns skeptisch betrachteten Wurfscheiben der Fa. Innova doch langsam anfingen zu fliegen. Und dann auch teilweise noch dahin, wo wir sie auch hin haben wollten. Nun wuchs die Begeisterung immer mehr. Wir waren schnell an dem Punkt, wo man einfach noch mehr Scheiben brauchte - nämlich welche, die nach rechts fliegen, dann welche, die nach links fliegen, welche mit denen man besonders weit werfen konnte und natürlich auch welche, mit denen man besonders präzise "putten" konnte (einlochen). Also wieder ran ans Telefon und Scheiben bestellen. So im Juli 2001 war uns dann das Spielen auf Stangen zu unprofessionell, denn schließlich spielt man Disc-Golf ja auf Metallkörbe. Ich entschloss mich eigene Körbe zu bauen. Hartmut, mit dem ich nun schon oft in Kontakt gestanden habe, hat mir die Pläne der Körbe zukommen lassen und mir erlaubt die Körbe nach zu bauen. Da Hartmut im Besitz des Gebrauchsmusterschutzes dieser Körbe ist, wird normalerweise eine Lizenzgebühr fällig. Aber unter nunmehr guten Freunden drückt man mal ein Auge zu!
Nun musste aber auch ein Platz her, wo die Körbe installiert werden konnten. Auf Anfrage bei einigen Gemeinden und Städten in unserer Umgebung, war niemand bereit ein Gelände zur Verfügung zu stellen (auch verständlich, denn wer kannte schon Disc-Golf). Zu guter Letzt musste das Gelände rund um den Hof meiner Eltern herhalten. Und zwar in Calden. Hier trainierten wir fortan und unsere Bemühungen trugen langsam Früchte. Es kamen neue Spieler! Sie spielten nicht so besessen wie wir, aber fröhnten diesem schönen Hobby regelmäßig und wenn es das Wetter zuließ. Im Frühjahr 2002 wollten wir nun endlich unser Leistungsniveau auf einem Turnier gegen andere Spieler aus Deutschland checken. Wir fuhren im Juni 2002 nach Berlin zu den "Berlin Open 2002" im Potsdamer Bugapark-Gelände. Auf Anhieb wurde ich zehnter! Die Platzierung war eigentlich sekundär, denn viel positiver war es, dass wir gleich in die kleine Gemeinde der deutschen Disc-Golfer herzlichst aufgenommen wurden. Und was im Vergleich zu anderen Sportarten besonders auffällig war, war die Fairness untereinander. Jeder akzeptiert und respektiert den anderen Spieler und seine Leistung. Für mich stand fest - das war nun endgültig mein Sport!
Nachdem wir (Dirk und ich) erfolgreich an unserem ersten Turnier in Berlin teilgenommen haben, wuchs das Interesse daran ein eigenes Turnier auszurichten. Da ein solches Turnier aber auf 18 Bahnen gespielt wird, konnten wir ein Turnier in Calden ausschließen. Also ging ich wieder ins Internet, und siehe da, auch diesmal wurde ich fündig. Ich nahm Kontakt mit Dr. Andrea Fröhlich vom LSB-Hessen auf. Sie war unter anderem Zuständig für den Jugendsport auf der Jugend- und Sportbildungsstätte Sensenstein. Ich unterbreitete Andrea Fröhlich und der Frau Hunecke vom Sensenstein mein Angebot zur Errichtung eines Parcous, mit dem Ziel dort ein großes Turnier ausrichten zu wollen. Binnen weniger Tage war es beschlossene Sache und schon im September 2002 veranstalteten wir die "Ironman-Open Sensenstein" auf 18 Bahnen. Zu unserem Turnier-Debüt kamen 25 Spieler aus ganz Deutschland. Doch nach dem Turnier passierte nicht mehr wirklich viel auf dem Sensenstein. Wir konnten zwar noch problemlos spielen, aber Initiativen seitens der Jugendburg Sensenstein waren Fehlanzeige. Es konnten keinerlei neue Spieler für unsere Sportart geworben werden. Zum anderen waren uns auf Grund der Entfernung ein wenig die Hände gebunden, denn neue Spieler zu werben war für uns fast unmöglich.
Und wieder nur ein halbes Jahr später - also Frühjahr 2003 - entstand die Überlegung, einen solchen Parcours auch dirket vor Ort - sprich Grebenstein - zu errichten. Ich nahm im Februar 2003 Kontakt mit dem Bürgermeister Herrn Kölling auf. Dieser war sofort von dem Vorschlag einen solchen Kurs in Grebenstein zu errichten begeistert. Ich hatte mir ja bereits ein geeignetes Gelände angeschaut, wusste aber nicht, ob es überhaupt der Stadt Grebenstein gehört. Als ich nun Herrn Kölling fragte, ob die Stadt Grebenstein denn ein Gelände in geeigneter Größe hätte, schlug er genau mein Wunschgelände vor. Es war sogar ein offizielles Freizeitgelände im Besitz der Stadt. Rund um den Steinbruch! Wir waren uns schnell einig. Ich stelle die 18 Körbe und die Stadt kümmert sich um die Installation und Pflege der Anlage. Gesagt - getan. Doch in aller Euphorie hatten wir fast die Reiter vergessen, die nämlich seit Jahren das Gelände pflegen und es für ihren Reitsport nutzen. Doch auch hier gab es keine nennenswerten Probleme. Die Reiter zeigten sich sehr kooperativ und in gemeinsamer Zusammenarbeit wurde ein Kursdesign erarbeitet, welches für uns Disc-Golfer ein Höchstmaß an Spielspaß bringt, und im Gegenzug die Reiter nicht bei ihrem Sport stört.
Ende Juli 2003 war es dann soweit. Die Bahnen waren ausgedacht und geplant, und es konnte an die Installation der Körbe und Abwurfmarkierungen gehen. Am 30.07. wurde der Kurs fertiggestellt. Die HNA berichtete über die Installation und im Allgemeinen über den Disc-Golf-Sport. Dieser Artikel wurde aber auch von einigen Fernsehanstalten gelesen, und nur wenige Tage später wurde über die Neuerrichtung der Anlage in RTL und Hessen3 berichtet. Und all das, was wir in einem ganzen Jahr auf dem Sensenstein nicht geschafft haben, nämlich neue Spieler zu werben, ist uns hier innerhalb von nur wenigen Tagen gelungen. Ende September umfasste die Rangliste bereits 32 Spieler!
Besonders stolz sind wir aber schon jetzt über die Ausrichtung unseres ersten Turniers in Grebenstein. Es wurde am 22.- 24.08.03 ausgetragen. Die ersten "LA Comp Open Grebenstein". Wogegen das Turnier auf dem Sensenstein mehr oder weniger ein "Spaßturnier" war, war dieses Turnier fester Bestandteil der "German-Tour"! Und auch die Anzahl der Teilnehmer war für unsere Verhältnisse TOP! Mit 45 Teilnehmern aus ganz Deutschland und sogar Belgien waren wir höchst zufrieden. Da das Turnier über drei Tage lief, war es auch für die örtliche Gastronomie eine positive Sache. Unser Ziel ist es, dieses Turnier zu etablieren und ggf. die "Deutschen Meisterschaften 2004" nach Grebenstein zu holen!
Seit dem 01.01.2004 sind wir nun eine feste Sparte des TuSpo Grebenstein - Abteilung Disc-Golf. Wir haben vor allem mit Hartl Wahrmann einen echten Weltmeister in unserem Verein - wer kann das schon behaupten? Wir haben folgende Leute für den Vorstand gewählt: Andreas Thöne = Abteilungsleiter, Bernd Walter = Kassenwart und René Helmholz = Schriftführer.
Es steht nun auch fest, dass wir Ausrichter für die DM 2004 sind! Dies ist für die Kürze der Zeit schon echt ein Erfolg. Das zeigt uns aber auch, dass wir mit der Ausrichtung der LA Comp-Open 2003 richtig gelegen und gute Arbeit geleistet haben. Nachdem wir in 2003 schon 45 Teilnehmer hatten, rechnen wir dieses Jahr mit noch mehr. 60 Spieler wäre schon optimal.
Andreas Thöne schafft den Sprung in der Deutschen Rangliste unter die ersten 10! Mit Rang 8 ist dies innerhalb dieser kurzen Zeit wirklich beachtlich. Auch Dirk Hansen kämpft sich unter die ersten 50 der Rangliste.
Auf unserer internen Rangliste sind mittlerweile über 60 Spieler registriert, wovon ca. 40 regelmäßig spielen. Welche Sparte des TuSpo kann dies von sich behaupten. Es ist auf jeden Fall nicht das Ziel besser zu sein, wie die anderen Sparten, sondern wir freuen uns einfach, dass unsere neue Sportart so gut angenommen wird! Der Vorteil bei uns liegt einfach darin, dass man sich an keine festen Trainingseinheiten binden muss, sondern spielen kann wann es einem selber passt.
Die "History" werde ich natürlich immer weiter aktualisieren! Und weiterhin viel Spaß auf unseren Seiten.


